Entwicklung des Kohlepreises im Februar 2017 und Ausblick

Der Kohlepreis stieg seit Anfang letzten Jahres von 40,00 US-Dollar pro Tonne auf 78,75 US-Dollar pro Tonne am 07. November 2016, fiel aber bis zum 31. Januar 2017 wieder auf ein Niveau von 66,25 US-Dollar pro Tonne, verharrte im Februar 2017 auf diesem Niveau und schloss am 28. Februar 2017 bei 67,04 US-Dollar pro Tonne.

Am 31. Januar 2017 gab die Deutsche Bank bekannt, ihre Investitionen in Kohleabbau und Kohlekraftwerke streichen zu wollen. Hintergrund dürfte neben den Klimaschutz-Bestrebungen auch der Vormarsch der Erneuerbaren Energieträger sein, wodurch sich Kohle-Investitionen schnell als dramatische Fehlinvestitionen erweisen könnten.

Ganz im Gegensatz zu dieser Entwicklung setzte der neu gewählte us-amerikanische Präsident Donald Trump bereits erste Wahlversprechen um und lockerte bestehende Kohlerestriktionen, die noch unter Obama verhängt wurden. Offensichtlich setzt er tatsächlich auf eine Ausweitung des inländischen Kohleangebotes, um Abhängigkeiten von Importen verringern und die Preise beeinflussen zu können.

Donald Trump geht auch bei der Kohle gedanklich schon einen Schritt weiter. Er möchte die USA völlig energieautark gestalten, die ersten Dekrete hatte er ja bereits im Januar 2017 dafür erlassen. Die USA könnte sich so schneller als gedacht auch zum Kohle-Exporteur entwickeln. Das werden wiederum auch die Kohle-Länder sehr genau beobachten, da diese Entwicklung für sie gefährlich werden könnte.

Zusammenfassend könnte sich bei der Kohle eine ähnliche Situation wie beim Rohöl einstellen. Aufgrund des möglichen weltweiten Überangebotes infolge der geplanten starken us-amerikanischen Kohleproduktion wäre auch bei der Kohle ein starker Preisverfall zu erwarten.

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Stefan Zumpe

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